Vereinsgeschichte

Auf unsere Geschichte sind wir stolz

 Der Anfang 

Es war Anfang Januar 1903, als 18 Männer aus Fischbeck (ja, Fischbeck wurde damals noch mitck geschrieben!), Mitglieder im Schützenverein Neugraben an der Hauptversammlung des Vereins teilnahmen.Einer von ihnen, der Bauer Peter Dittmer, stellte den Antrag auf Änderung des Vereinsnamens in“Neugraben-Fischbecker Schützenverein“. Hiermit sollte der Name des Wohnortes der Fischbecker Vereinsmitglieder berücksichtigt werden. Der Antrag wurde abgelehnt.

Daraufhin soll der Antragssteller den Satz ausgerufen haben: „Hiermit gründe ich den Fischbecker Schützenverein“. Die anwesenden Fischbecker schlossen sich dem Gründungsaufruf an. Auf dem Heimweg wurde das Ereignis in der Gaststätte Schirmacher gefeiert, die dort stand, wo heute die Neugrabener Bahnhofstraße in die Cuxhavener Straße einmündet.

Die Fischbeker Männer blieben auch weiterhin Mitglied im Neugrabener Schützenverein. Die Neugrabener traten dem Fischbeker Schützenverein bei und errangen hier wie dort auch die Königswürde.

Am 31.Januar 1903, wie es auf der Gründungsplakette eingraviert ist, wurde der Schützen – Verein Fischbeck und Umgegend gegründet und der erste Vorstand des Vereins gewählt.

gruendungsplakette

Auf der außerordentlichen Versammlung am 14. Februar 1903 wurde das Vereinsstatut von den Mitgliedern angenommen.

Das Vereinsstatut wurde am 10. März 1903 vom damaligen Landrat von Goeschen in der Kreisstadt Harburg mit folgendem Satz beglaubigt:

„Gegen die hier vorgelegten Statuten des Schützenvereins für Fischbeck und Umgegend findet sich einstweilen nichts zu erinnern“

Nun konnte es richtig losgehen.

Nach der Mitgliederliste hatte der junge Verein am Jahresende 1903 bereits 83 Mitglieder. In der Beitragsliste von 1903 sind vom Schrift- und Rechnugsführer die Mitglieder mit Beruf, Wohnort und Zahlungen eingetragen.

mitgliederliste_1903

In Fischbek hatten 58 Vereinsmitglieder ihren Wohnsitz. Weitere 22 wohnten im Fischbeker Ortsteil Scheideholz bzw. Neugraben. Zwei wohnten in Hausbruch und einer kam aus Harburg.
Da der junge Verein noch kein Vereinslokal und auch keinen Schießtand hatte, wurden die Schützenfeste in den Jahren 1903 und 1904 in Neugraben, am Hotel zum Opferberg gefeiert. Die Schützenfeste wurden gemäß Statut an einem Sonntag und Montag abgehalten. Das blieb so bis 1960, da wurde auch der Sonnabend hinzugenommen.

Auf der Generalversammlung am 30. Januar 1904 wurden der Bau des ersten Schießstandes und das Vereinslokal festgelegt.

Zum Schützenfest im Sommer 1905 war der Schießstand einsatzbereit und das Schüzenfest konnte erstmals in Fischbek gefeiert werden. Auf dem Festplatz, der sich beiderseits der Chaussee vor Oelkers Gasthof befand, hatten sich Schausteller mit Buden und mit einem kleinen Karussell, das auf dem heutigen Rostweg aufgebaut war, eingefunden und auf dem Saal war Tanzvergnügen.

Geschossen wurde mit eigenen und Leihgewehrenauf die 100 m Distanz , bei Einsatz 20ger Ringscheiben.

In §8 der Vereinsstatuten hieß es damals:

„Derjenige, welcher den besten Schuß nach dem Vogel eventl. Ringscheibe hat, wird König und hat dieser ein silbernes Schild mit Namen und Emblemen, Tag des Einmarsches und des Ausmarsches, als König an den Königsriemen zuliefern.“

Aus diesem „Königsriemen“ ist inzwischen ein Schultergurt mit 95 silbernen Königsschildern und der Gründungsplakette geworden.

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Der „junge“ Verein bei seinem ersten König Peter Dittmer auf „Gerkens Hof“.

( Heute befindet sich dort der Spielplatz am Stremelkamp.)

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Unsere Vereinsfahne 1905

Zur Feier am Montag versammelten sich die Schützen beim Gasthaus Delvendahl , um von dort aus den Umzug durch den Ort zu beginnen. Eingekehrt wurde dann beim Dorfkrug und  ab 1913 in der Gaststätte Hauschild, bevor die Vereinsgaststätte Oelkers Gasthof erreicht wurde.

Am Montagvormittag marschierten die Schützen, wie auch heute noch, traditionell mit Blasmusik zum Moorkrug und nach einem Umtrunk von dort zum Abholen in die Königsburg des am Abend zuvor proklamierten Königs.

Auf dem Weg zum Moorkrug ist nicht alles so Ernst zu nehmen. So manch ein Ereignis hat nicht immer etwas mit dem Schützenwesen zu tun.

Am 27. Aug. 1905 fand die Fahnenweihe mit Abordnungen aus Schützen, – Gesang – und Kriegervereinen der umliegenden Dörfer mit nachfolgendem Umzug durch die Ortschaft Fischbek statt.

Auf der Generalversammlung vom 28. Jan. 1911 wurde der Antrag zur Abhaltung einer Maskerade gestellt und am4. Februar 1911 erstmals mit Musik und Tombola umgesetzt.

Auf der Mitgliederversammlung im April 1913 wurde derVorschlag zur Beschaffung eines Vereinsabzeichen mit „bleibtdem Vorstand überlassen“ von der Mitgliederversammlungentschieden.

Der vom Vereinslokal zu weit entfernt liegende Schießstand war für den Vereinswirt der Anlass zum Kauf des gegenüber seinem Lokal liegenden Grundstückes, am heutigen Rostweg. Der Vereinswirt begann hier 1913 mit dem Bau eines neuen Schießstandes, einem schmucken, in blau gestrichenen Holzbau, als Schießhalle. Der Verein hatte nun fünf 100m-Stände und einen 25m-Stand.

Die Einweihungsfeier war für den 9. Aug. 1914 geplant, musste aber wegen Ausbruch des 1. Weltkrieges ausfallen. Mit dem Kriegsausbruch kam auch das Vereinsleben zum Erliegen. Nach dem Beschluss der Versammlung vom 10. Okt. 1914 stellte der Verein sein Barvermögen von ca. 600 RM mit 350 RM für das Deutsche Rote Kreuz und 250 RM für so genannte Kriegerpakete und für bedürftige Angehörige der gefallenen Schützen zur Verfügung.

Der erste Neubeginn

Nach dem Zusammenbruch des Kaiserreiches und der Revolution begann das Vereinsleben mit der Versammlung am 31. Januar 1919 und das erste Schützenfest in dieser rezessiven Nachkriegszeit fand im Juni 1919 unter Nutzung des neuen „Oelkerschen“ Schießstandes statt.

Der Schießstand wurde nachträglich am 12. September 1920 mit Tanzveranstaltungen im Saal des Vereinslokals und im Schuppen der Winzerschen Mühle eingeweiht. Die Pacht für den Schuppen betrug 450 RM und zeigt den Beginn der Inflation, die sich auch in den Mitgliedsbeiträgen wiederspiegelt.

So betrug der Jahresbeitrag 1919 beispielsweise 3,- Reichsmark (RM), im 2. Halbjahr 1923 waren es 
5.000,- RM (kein Schreibfehler!).

In dieser von politischen Unruhen und wirtsch aftlicher Misere gekennzeichneten Zeit ging das Vereinsleben nur gedrosselt weiter. Die Inflation 1923 führte in der Gemeinde vielfach zu großer Armut.

Der Verein trat dem Deutschen Schützenbund bei.

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1923: Der Jubiläumskönig Hermann Hinze (genannt „Schunksbein“) mit Familie und Nachbran

Das 25 jährige Vereinsjubiläum wurde 1928 mit den umliegenden Schützen-, Gesang- und Kriegervereinen erstmals mit dem Festplatz auf der Wiese am Vereinslokal gefeiert.

Zum Auftakt der Schießwettbewerbe, die um 7 Uhr begannen, wurden die Schützen mit Blasmusik geweckt. Beginnend bei Schneidermeister A. Lohmann marschierte die Blaskapelle durch die Straßen des Dorfes. Dieser Brauch blieb bis 1965 erhalten.

Schon bald nach der Machtübernahme begannen die Nationalsozialisten in 1933 mit der Gleichschaltung möglichst aller Lebensbereiche. So sollte sich der Schützenverein, wie auch andere Vereine, nach dem „Führerprinzip“ organisieren. Anstelle des gewählten Vorstandes sollte ein Vereinsführer den Verein leiten und seine Führungsmannschaft bestimmen.

Auch unser Schützenverein konnte sich dieser Macht nicht entziehen.

Obwohl auf der Jahreshauptversammlung am 6. Januar 1934 der gesamte Vorstand bestätigt wurde, musste auf der eigens hierzu angesetzten Versammlung, am 14. April 1934, in geheimer Wahl ein Vereinsführer bestimmt werden. Nach langer Diskussion wurde der seit 1928 amtierende 1.Vorsitzende Heinrich Wiechern von der Versammlung einstimmig zum Vereinsführer gewählt und die bisherigen Vorstandsmitglieder willigten ein,seine Helfer zu sein. Mit dieser Lösung blieb der bisherige Vorstand erhalten.

Anstelle des Vereinsstatuts waren jetzt die „Einheitssatzungen des Deutschen Reichsbundes für Leibesübungen“ maßgebend, die von den bei der Versammlung anwesenden Vereinsmitgliedern angenommen wurden. Als Folge der Einheitssatzung wurde der Vereinswirt aufgefordert, seine  Schießstandanlage um fünf 50m Stände zu erweitern. Damit sollte das sportliche schießen mit dem KK-Gewehr gefördert werden.

In den Jahren 1935 b is 1943 fanden sog. Opferschießen statt. In Sitzendauflage wurde auf 100 m Entfernung auf eine Ordenscheibe mit 20 Ringen geschossen. Die Orden wurden vom Kreisschützenbund Harburg, Gau Niedersachsen bereitgestellt. Ein Schuß kostete 0,20 RM und später 0,50 RM. Diese Einnahmen gingen als Spende an d as Winterhilfswerk (WHW).

Auf der Versammlung am 4. März 1937 wurde die Eintragung in das Vereinsregister und die Anschaffung eines Vereinswimpels beschlossen. Zur Eintragung in das Vereinsregister kam es aber aus unbekannten Gründen nicht.

Auf dem Schützenfest im Juli 1939 wurde zum letzten Mal vor dem 2. Weltkrieg ein König ausgeschossen.

In 1940 wurden auf Versammlungsbeschluss hin die Mitglieder, die bei der Feuerwehr und der Wehrmacht waren, von der Beitragszahlung freigestellt.

Auf der Hauptversammlung im Januar 1941 wurde erstmals ein Ältestenrat bestimmt.

In 1944 wurde noch der Vereinmeister ausgeschossen. Während des Krieges gab es die Aufforderung vom Ortsgruppenleiter der NSDAP an den Vereinsführer, die Schützenjoppen der Vereinsmitglieder einzusammeln, um diese zu Uniformen umarbeiten zu lassen. Diese Forderung wurde vom Vereinsführer mit den Worten abgelehnt: „Mok ick nich, dat mok du man sülbst“.

Mit der Kapitulation in 1945 war auch das Ende des Schützenvereins gekommen, der noch 126 Mitglieder zählte und einen Kassenbestand von 126,1 5 RM hatte.

Bereits während des Krieges wurde zunächst der Saal des Vereinslokals von der Fa. Wolter, als Nähsaal für die Anfertigung von Uniformen, und später durch die in Hamburg ausgebombte Fa. Mahlo für die Produktion von Beton-Dachpfannen und die Schießhalle durch Fa. Rohde für die Produktion von Schlackenplatten genutzt.

Nach dem Kriegsende wurde der Schutzwall am Schießstand eingeebnet und von der britischen Besatzungsmacht alles eingesammelt, was mit Krieg und Faschismus zu tun hatte.

Alle Schützenvereine wurden durch das Kontrollgesetz verboten. Das war nicht ganz unbegründet, denn am 15. 8.1933 hatte die nationalsozialistische Regierung den eigentlichen Sinn der Schützenvereine verändert, indem diese in den Reichsbund für Leibesübungen eingegliedert wurden. Die Alliierten sahen somit in den Schützen verein en eine Art Wehrsportvereinigung.

Der zweite Neubeginn

Die Vereinstätigkeit begann am 9 .Oktober. 1949 durch die Einberufung der ersten Versammlung in das Vereinslokal. Von 39 Versammlungsteilnehmern wurde der gesamte ehemalige Vereinsvorstand bestätigt und die Vorkriegssatzung angenommen.

Der Jahresbeitrag wurde mit 6,-DM und für Neuaufnahmen zusätzlich 5,-DM festgelegt.

Am 12.Nov.1949 feierten die Schützen mit ihrem König von 1939, Hermann Hinze vom Posteck, den Königsball.

Am 8. Januar 1950 wählten die 48 Versammlungsteilnehmer einen neuen Vorstand und gedachten der vermissten und gefallenen Mitglieder. Der 1. Sonntag im Juli, als Termin für das erste Schützenfest nach 1939, der Zuschuss für den König in Höhe von 300,-DM, die künftige Teilnahme an der Beerdigung verstorbener Vereinsmitglieder in Uniform, die Kranzspende und die Anzeige in den HAN wurden beschlossen. Alles musste neu organisiert werden.

Als erster König zum Neubeginn übernahm Hermann Hinze ( Stoffs ), der frisch gewählte 2. Vorsitzende von seinem Nachbarn und Namensvetter den seit 1939 sorgsam über die Kriegsjahre gehüteten Trageriemen mit den Königsschildern.

Der Verein zählte in 1951 insgesamt 143 Mitglieder.

Für die Schießwettbewerbe mit Luftgewehren wurde ein provisorischer Schießstand auf der außerhalb des Gebäudes am Vereinslokal befindlichen Kegelbahn eingerichtet, der auch noch 1951 genutzt wurde.

Auf der Hauptversammlung am 6. Jan.1952 wurde nach langer Aussprache der Beitritt zum Deutschen Schützenbund ab dem 1. Januar1952 beschlossen.

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Der Luftgewehrstand auf der Kegelbahn im Vereinslokal 1950

Zur Vorbereitung auf das 50 jährige Vereinsjubiläum wurde die Gründungsplakette beschafft und die Wiederherstellung des „Oelkerschen“ Schießstandes beschlossen.

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Das Vereinslokal Oelkers etwa 1903

Die eingeebnete Schießbahn wurde von den Schützen mit Schaufeln und Förderband auf einer Länge von 50 m ausgeschachtet und so der Schutzwall und die Deckung wieder hergestellt. Für den Schießstand wurde eine Baracke zum Preis von 384,90 DM gekauft und aufgestellt. Es wurd en drei 50m-Stände auf dem Gelände des Vereinswirtes hergerichtet und nun konnte wieder mit KK-Gewehren geschossen werden. Zwei neue
KK–Gewehre wurden gekauft.

Im Juli 1953 feierte der Verein sein 50 jähriges Bestehen mit den befreundeten Schützenvereinen Neugraben, Scheideholz, Hausbruch, Neu Wulmstorf, Hollenstedt, Langenbek, Moorburg, Vahrendorf, Moor und Harburger Gilde. Das Jubiläums- Schlussschiessen endete mit einem gemeinsamen Tanzabend der Schützen und der Mitglieder des Turnvereins Fischbek.

Im Jubiläumsjahr nahm eine Vereinsmannschaft erstmals an Pokalschießen teil. Dem Antrag auf Gründung eines Spielmannzuges wurde von der Versammlung am 15.Januar 1955 zugestimmt, konnte jedoch nicht realisiert werden.

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Ausmarsch zum 50-jährigen Vereinsjubiläum

von links: Fahnenbegleiter August Lohmann, Fahnenträger Willi Wulf,

Fahnenbegleiter Hermann Soltau und im Vordergrund Ferdinand Sternberg

Der König darf sich zwei Adjutanten auswählen, dies wurde auf der Versammlung am 27.Juli 1956 vereinbart.

Im Aug.1957 wurde die 1914 fertig gestellte Schießhalle des Vereinswirtes abgerissen .

In 1959 teilte der Vorstand mit, dass unter den 19 Ehrenmitgliedern auch noch 4 Vereinmitbegründer sind.

Das Schützenfest im Jahre 1960 wurde erstmals auch am Sonnabend gefeiert und neben dem Festsaal wurde auch ein Festzelt im Oelkerschen Kaffeegarten benutzt.

Der Vorschlag, Jungschützen in den Verein aufzunehmen wurde 1961 von der Mitgliederversammlung aus Kostengründen abgelehnt.

Die Restaurierung der in1905 angeschafften Vereinsfahne konnte mit den Spenden der Mitglieder in 1963 durchgeführt werden.

Die Baracke hat ausgedient

Mit der Vereinbarung über die Nutzung von Schießstand und Gaststätte durch den Verein über den Zeitraum von 25 Jahren erklärte sich der Vereinswirt zur Übernahme der Materialkosten für eine neue Schützenhalle bereit.

Ende Juli 1963 wurde die Baracke abgerissen und im August begannen die Vereinsmitglieder mit dem Neubau der Schützenhalle, die vollständig in Eigenhilfe errichtet wurde.

Am 1.Mai1964 erfolgte die Einweihung in Verbindung mit einem Pokal -und Preisschießen, an dem 38 Mannschaften teilnahmen.

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Herbst 1963: Die  neue Schießhalle kurz vor dem Richtfest

Anträge, auch 18 jährige im Verein aufzunehmen, sowie die Wahl des 1. und 2. Vorsitzenden nicht im gleichen Jahr, sondern um 1 Jahr versetzt auf 2 Jahre zu wählen, wurden in 1965 abgelehnt.

So geschah es auch in 1966 mit dem Vorschlag , künftig Pokalschießen auszurichten.

In 1968 wurde beschlossen, dass die zur Bundeswehr eingezogenen Mitglieder von der Beitragszahlung befreit sind.

Die Gründung einer Jugendgruppe und die Anschaffung von Ärmelwappen wurden 1969 abgelehnt.

Die Mannschaft des Vereins hat 1970 den Fischbekpokal zum dritten Mal in Folge errungen.

In 1970 verkaufte der Vereinswirt seine Gaststätte mit umliegendem Grundstück und der Verein war ohne Saal und Festplatz..

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1970: Die letzte Königsproklamation vom „Ohlrogge-Kettenflieger“

auf der Vereinswiese von Oelkers Gasthof

Das Kappenfest 1971 konnte noch im Vereinslokal stattfinden, aber für das Schützenfest musste Ersatz gefunden werden.

Für die Ausrichtung des Schützen – und Volksfestes im Juli 1971 konnte rechtzeitig das nun im Besitz der FHH befindliche Grundstück „Gerkens Hof“ am Fischbeker Weg, auf dem sich bereits das Feuerwehrhaus der FF Fischbek befand, gesichert werden. Die Mitglieder richteten den Platz her, verlegten Ver – und Entsorgungsleitungen und das Schützenfest konnte erstmals in einem Zeltbau gefeiert werden. Hierbei halfen auch Soldaten der 3./4. Batterie des Flugabwehrregimemt 3 aus der Röttiger Kasern e. Diese Patenschaft bestand vom 1.7. 1971 bis zu deren Auflösung in 1992. Im Feuerwehrhaus waren 2 LG–Stände installiert.

Der Schützenplatz war allseits beliebt und wurde bis 1982 genutzt. Da das gesamte Vereinslokal inzwischen dem Neubau von Wohnungen gewichen war, wurde der Königsball im Nov. 1971 in Vahrendorf und die Nachfolgenden bis 1997 wurden in Nottensdorf abgehalten.

Die nächsten Jahre, bis das „Soldatenheim“ 2002 geschlossen wurde, feierten wir in Fischbek. Unser

Jubiläumskönigsballwird seit 2002 bei Wentzien in Trelde abgehalten.

In 1971 wurde die Eintragung in das Vereinregister beschlossen und eine Arbeitsgruppe für die Ausarbeitung der neuen Satzung gewählt. Das seit der Gründung bestehende Amt des Schrift – und Rechnungsfüh rers wurde aufgeteilt und aus den drei Beisitzern wurde der Festausschuss.

Die Versammlung beschließt in 1972 künftig die Mitglieder des Vorstandes für 2 Jahre, jeweils um 1 Jahr versetzt zu wählen.

Die Begrenzung der Mitgliederzahl wurde in 1973 auf 160 und in 1975 auf 180 beschlossen.

Der Schützenverein Fischbek und Umgegend von 1903 e. V. wurde am 12.3.1973 in das Vereinregister eingetragen. Die neue Satzung trat in Kraft.

Die Verhandlungen der Vereinsführung mit dem Wirt über den Kauf des Schießstandes verliefen negativ und der Verein musste im Hinblick auf den Auslauf des Pachtvertrages weiterhin nach Lösungen für eine dauerhafte „Heimat“ suchen.

In 1973 verkaufte der Vereinswirt das Schießstandgelände an einen hiesigen Bauunternehmer und der Verein war in der Bedrängnis weiterhin bestehen zu können, weil der Pachtvertrag nur bis 1989 bestand. Es wurden Alternativlösungen, u.a. ein gemeinsames Projekt mit dem TV Fischbek und einem hiesigen Gastwirt erarbeitet, die letztendlich alle verworfen werden mussten, obwohl die Mitglieder hierfür in 1975 für den Beitritt zum HSB gestimmt und ab 1976 in Raten eine Umlage von 350,- DM für den Neubau einer Schießstandanlage zahlten.

Nachdem die Mitgliederversammlung 1975 die Gründung einer Damenabteilung abgelehnt hatte, gründeten schießsportlich interessierte Frauen den Damen Schießclub Fischbek von 1975 e.V.. Dieser erhielt 1975 die Erlaubnis zur Mitbenutzung des Schießstandes.

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1978: Der Verein feiert sein 75-jähriges Jubiläum

Anlässlich des 75-jährigen Jubiläums wurde 1978 eine neue Vereinsfahne beschafft.

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Der Festakt mit der Fahnenweihe wurde bei strahlendem Wetter auf dem Sportplatz Kiesbarg durch den Präsidenten des Schützenverbandes Hamburg abgehalten.

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Fahnengruppe und Musikkapelle der Freiwilligen Feuerwehr Fischbek

Die Planungen des neuen Eigentümers, den Vereinsschießstand unterhalb eines neu zu errichtenden, mehrgeschossigen Bürogebäudes unterzubringen, wurde in 1979 begraben.

Die Mitgliederversammlung lehnt die Aufnahme Jugendlicher ab 12 Jahre ab. Erstmals wurde 1979 am Volkstrauertag, mit einer Kranzniederlegung, nach dem Gottesdienst die Ehrung der Toten am neu errichteten Ehrenmal der Corneliuskirche, an dem sich der Verein beteiligt hat, abgehalten.

Nach langwierigen Verhandlungen des Vorstandes und nach dem sich die Mehrzahl der Mitglieder für den Kauf und die damit verbundene Beitragserhöhung entschieden hatten, konnte am 27. 9. 1980 der notarielle Vertrag über den Kauf des Schießstandgeländes abgeschlossen werden. Mit entscheidend für die Zustimmung zum Kauf war die Zusage des damaligen Ortsamtsleiters Gerd Tholen über die Verfügbarkeit des oberhalb vom Schießstand gelegenen Festplatzes für unsere Schützenfeste. Damit ist unser Verein sicherlich einer der Wenigen, der sein Vereinshaus mit Schießstand auf eigenem Grundstück hat.

Mit Unterstützung hiesiger Baufirmen wurde die neue Schießstanddeckung in1982 fertig gestellt und mit der Installation^der neuen Laufscheiben konnte auf die „Schiebenkieker“ verzichtet werden. Bevor der dem Verein zur Verfügung gestellte neue Festplatz auf dem Gelände des ehemaligen Wohnlagers zum Schützenfest 1983 erstmals genutzt werden konnte, mussten die Mitglieder abermals einen Festplatz herrichten. Die Fläche wurde planiert, E–Ringleitung mit Anschlusskästen, Wasser– und Abwasserleitung gelegt und für Beleuchtung gesorgt. Nun konnte das Schützenfest erstmals seit 1970 zusammenhängend mit dem Schießstand gefeiert werden.

Das in 1982 versuchsweise begonnene Sportschießen für Jugendliche mit der daran gekoppelten Entscheidun g auf Beitritt zum HSB, wurde 1984 aufgrund mangelnder Beteiligung der Jugend aufgegeben.

Am 1.März 1985 stimmten die Mitglieder dem geplanten Anbau mit 5 LG–Ständen, Toiletten, Küche und Geräteraum zu.

Das Richtfest wurde bereits am 1. Mai 1985 gefeiert und die Einweihungsfeier fand am 1. Mai 1986 statt, aber die Heizungsanlage wurde erst im Herbst fertig gestellt.

Der Anbau konnte ausschließlich in Eigenhilfe errichtet werden, weil unsere in verschiedenen Handwerkszweigen tätigen Mitglieder in vielen Arbeitsstunden ihre Arbeitskraft und Berufserfahrung einsetzten. Zusätzlich haben die Mitglieder durch Sachspenden und 30,-DM – Umlage die erforderlichen Materialkosten von 35000,-DM für die Vereinskasse erträglich gemacht.

In 1987 wurde erstmals „Umbüdeln“ durchgeführt. Nach Beschluss der Mitgliederversammlung wird das Anschießenin Uniform durchgeführt. Die Eingangstür zur Schießhalle und ein Überdach wurden durch Schützenbrüder vom Fach neu gebaut und mit den Vereinswappen vom Schützenverein und dem Damen- Schießclub Fischbek verziert.

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Der Richtkranz hängt am Galgen über dem Anbau des Luftgewehrstandes

In 1988 wurde der wiederholt gestellte Antrag, den Vizekönig beim Schlussschiessen zu ermitteln, von der Mehrheit abgelehnt.

Im Sept. 1989, nachdem die Mitglieder zugestimmt hatten, durften endlich einige Pokalschützen den von ihnen
benannten „Heideblütenpokal“ ausrichten,. Das jährlich stattfindende Pokalschießen erfreut sich noch immer großer Beliebtheit.

Ab 1991 wird auf die bisher im April durchgeführte zweite Mitgliederversammlung verzichtet. In1992 wird dem Antrag auf Gründung einer Jungschützengruppe und der damit verbundenen Satzungsänderung zugestimmt.

Nachdem die erforderliche Satzungsänderung und die Jugendordnung rechtskräftig wurden, begannen die Jugendleiter mit der Ausbildung. Der hiermit in Zusammenhang gebrachte Antrag auf Beitritt in den HSB wurde erneut von der Versammlung abgelehnt. Dafür wurde beschlossen, dass die für den HSB nötige Beitragssumme direkt für die Jugendabteilung eingesetzt wird.

Dem Antrag, dass Mitglieder künftig nach 40jährig er Mitgliedschaft im Alter von 70 Jahren zum Ehrenmitglied berufenwerden, wurde 1993 zugestimmt.

In 1995 wurde beschlossen, dass der zweite Sieger auf der Königsscheibe dem Vizekönig entspricht.

Ausgelöst durch die Beschwerde einzelner Einwohner über nächtlichen Lärm an den Schützenfesttagen, wurden in 1997 die Sperrstunden von der Behörde drastisch reduziert. Für unser Schützenfest wäre damit nach fast 100 Jahren, auf dem Weg von Dorf zum Stadtteil, das „Aus“ gekommen. Früh er lag der Schießstand außerhalb der Bebauung und nun mittendrin. Durch Verhandlungen konnte eine Lösung gefunden werden, die uns weiterhin das Schützenfest feiern lässt.

In 2000 stimmte die Versammlung dem Antrag zu, den Vizekönig durch Schießen auf den Vogel beim Schlussschiessen zu ermitteln.

Im Mai 2000 ist das Nachrichtenblatt „Wir Fischbeker Schützen“, in dem regelmäßig über das Vereinsgeschehen berichtet wird, erstmalig an alle Mitglieder verteilt worden.

Seit Anfang 2001 haben sich verschiedene Arbeitsgruppen für die Vorbereitungen auf die Aktivitäten im Jubiläumsjahr gebildet und die Veranstaltungen gep lant und ausgearbeitet.

Neben dem Sternmarsch zum Festakt mit der Weihe der Jugendstandarte wurde 2003 eine Ausstellung mit Fotos und Exponaten aus der Fischbeker Vergangenheit gezeigt.

Am Sonntag, dem 6. Juli 2002 wurde traditionell auf die Königsscheibe geschossen. Es gab 19 Bewerber um die Würde des Jubiläumskönigs. Harald Rinck, der erst seit einem dreiviertel Jahr unser Schützenbruder war, wurde mit 29 Ringen der Jubiläumskönig.

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Jubiläumskönig Harald Rinck

Im Jahre 2003 konnten wir dann endlich unser 100-jähriges Vereinsjubiläum feiern. Ähnlich wie schon 1978 wurde ein Sternmarsch durchgeführt und gemeinsamen mit zahlreichen Abordnungen anderer Vereine auf dem Sportplatz Kiesbar eine Feierstunde abgehalten.

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Jubiläumsfoto 2003 – 100 Jahre SV Fischbek

In den Jahren 2007 und 2008 haben wir unseren Schießstand  und unsere Schützenhalle modernisiert.

Wie schon bereits 1997 haben wir auch in 2011 wieder mit den Behörden verhandeln und um unsere Festplatzzeiten kämpfen müssen.  Doch im Oktober kam dann endlich der positve Bescheid, dass wir unsere bisherigen Zeiten behalten dürfen. Die Begründung hierfürt ehrt uns sehr. Denn hiernach ist das Fischbeker Schützenfest ein kulturelles Brauchtum im Bereich Süderelbe mit besonderer Bedeutung für die örtliche Gemeinschaft.

Am 21. April 2012 gab es ein Novum in unserer Vereinsgeschichte. Erstmals errang ein Exkönig beim Schießen um den König der Könige und um den Vogelkönig beide Titel. Es war Joop Been, Schützenkönig 2010/2011.

Hier endet zunächst unsere Vereinsgeschichte, die wir natürlich fortschreiben werden.


Schön dass Sie diese zu Ende gelesen haben.

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